
Retro Synth enthält ein vielseitiges Filter, das als Lowpass-, Highpass-, Bandpass-, Band-Reject- oder Peak-Filter verwendet werden kann. Das Filter kann den von den Oszillatoren erzeugten Grundklang geringfügig oder erheblich beeinflussen.
Die Verwendung des Filters ist einfach. Wähle einen der verfügbaren Filtertypen und passe die Steuerelemente für „Filter-Cutoff“ und „Resonance“ an, um den Sound zu gestalten. Du kannst die Steuerelemente für Cutoff und Resonance des Filters auch während des Spielens steuern, entweder manuell oder automatisch mithilfe der Tastaturposition, einer Hüllkurve oder des LFOs. Änderungen in Echtzeit an den Cutoff- oder Resonance-Einstellungen des Filters können deine Performance dynamischer und interessanter machen. Du kannst dies mit den Controllern eines MIDI-Keyboards und den Steuerelementen im Modulationsbereich erreichen. Siehe Modulation und Globale und Controller-Einstellungen.

Taste „On/Off“: Schalte den Filter-Bereich ein bzw. aus. In der Regel wirst du den Filter aktivieren (angezeigt durch die leuchtende Taste links oben im Filterbereich). Deaktiviere den Filter, wenn du andere Steuerelemente für den Klang anpasst, da dies das Hören von Veränderungen erleichtert.
Einblendmenü „Filter Type“: Wähle einen Filter-Typ im Menü aus. Es sind acht Lowpass-Filter mit unterschiedlicher Flankensteilheit, vier Highpass- und Bandpass-Filter, ein Band-Reject- und ein Peak-Filter verfügbar. Verwende die beschreibenden Namen „Creamy“, „Edgy“, „Gritty“, „Lush“, „Lush (Fat)“ und „Sharp“, um die richtige Auswahl für deinen Sound zu treffen. Weitere Informationen findest du unter Retro Synth-Filtertypen.
LP (Lowpass): Lässt Frequenzen unterhalb der Cutoff-Frequenz passieren. Du kannst eine von vier Flankensteigungen aus den acht Modellen auswählen, die die Klangcharakteristiken des Filters verändern, wodurch dieser heller, leichter, dünner oder voller klingt, besonders im Bassbereich des Sounds.
HP (Highpass): Lässt Frequenzen oberhalb der Cutoff-Frequenz passieren. Drei Flankensteigungen stehen zur Auswahl: 6 dB, 12 dB und 24 dB/Oktave.
BP (Bandpass): In diesem Modus kann nur ein Frequenzband um die Cutoff-Frequenz herum passieren. Alle anderen Frequenzen werden unterdrückt. Die Steuerelemente für den Resonance-Parameter legen die Breite des Frequenzbands fest. Bandpass ist ein Zweipol-Filterelement, dessen Flankensteilheit auf beiden Seiten der Cutoff-Frequenz entweder 6 dB/Oktave oder 12 dB/Oktave beträgt.
BR (Band Reject): Der Bereich um die Cutoff-Frequenz wird unterdrückt (ausgefiltert), während die umgebenden Frequenzbereiche passieren können. Die Steuerelemente für den Resonance-Parameter legen die Breite des gesperrten Frequenzbands fest. Der Band-Reject-Filter besitzt eine Flankensteilheit von 6 dB/Oktave.
Peak: Der Peak-Filter erlaubt die Anhebung eines Frequenzbands. Der Scheitel des Frequenzbands wird über das Cutoff-Steuerelement festgelegt. Die Breite des Frequenzbands wird über das Resonance-Steuerelement festgelegt.
Steuerelement für „Cutoff“: Durch Bewegen in horizontaler Richtung wird die Brillanz des Signals angepasst.
In einem Lowpass-Filter: Je höher die Cutoff-Frequenz in einem Lowpass-Filter, desto höherfrequente Signalanteile können passieren.
In einem Highpass-Filter: Der Parameter „Cutoff“ legt den Punkt fest, ab dem tiefe Frequenzen unterdrückt werden.
In einem Bandpass-, Band-Reject- oder Peak-Filter: Der Parameter „Cutoff“ legt die Mittenfrequenz des Bands fest, die passieren darf, unterdrückt oder betont wird.
Steuerelement für „Resonance“: Durch Bewegen in vertikaler Richtung können die Signalanteile angehoben oder abgesenkt werden, die sich über oder unter der Cutoff-Frequenz befinden oder diese umgeben.
Schieberegler „Key“: Regelt den Effekt, den die Tonhöhe der Keyboard-Note (die Notennummer) auf die Cutoff-Frequenz des Filters hat.
In der obersten Stellung folgt der Filter der gespielten Notennummer. Das Verhältnis von Cutoff-Frequenz und Tonhöhe bleibt stets gleich. Dies ahmt das Verhalten akustischer Instrumente nach, bei denen die hohen Töne auch höhere Obertöne aufweisen und heller klingen. In der unteren Stellung wird die Cutoff-Frequenz von der gespielten Notennummer nicht beeinflusst. Dies hat zur Folge, dass tiefe Töne vergleichsweise mit mehr Obertönen erklingen als hohe Töne.
Drehregler „Filter FM“: Lege die Intensität der Cutoff-Frequenzmodulation des Filters mit dem Sinuswellengenerator von Oszillator 1 fest. Stellungen im linken Bereich bestimmen die Stärke der statischen Sinuswellenmodulationen. Stellungen im rechten Bereich bestimmen die Stärke der durch Hüllkurven gesteuerten Sinuswellenmodulationen. In der mittleren Stellung (aus) wird die Filter-Frequenzmodulation des Sinuswellengenerators von Oszillator 1 deaktiviert.
Hinweis: Der Sinuswellengenerator von Oszillator 1 generiert immer ein Sinussignal (mit der Frequenz von Oszillator 1.
Drehregler „LFO“: Lege die Stärke der Filter-Cutoff-Frequenzmodulation mit dem LFO fest. Stellungen, die weiter von der mittleren (aus) Position entfernt sind, erhöhen oder verringern die Intensität der Modulation. Weitere Informationen findest du unter LFO und Vibrato in Retro Synth.
Drehregler „Filter Env(elope)“: Lege die Stärke der Filter-Cutoff-Frequenzmodulation mit der Filter-Hüllkurve fest. Stellungen, die weiter von der mittleren (aus) Position entfernt sind, erhöhen oder verringern die Intensität der Modulation. Weitere Informationen findest du unter Hüllkurven in Retro Synth.